Felicitas-Goodman-Institut

                                                                                   Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Trance®

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Felicitas Goodman - Portrait einer Dame mit Rassel

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Jemanden im ehrwürdigen Alter von 90 Jahren als Ekstatikerin zu bezeichnen erscheint auf den ersten Blick etwas befremdlich. Richtet sich der zweite Blick auf die so bezeichnete Person, erscheint nichts an dieser Bezeichnung mehr befremdlich, handelt es sich doch um Dr. Felicitas D. Goodman, eine "Altmeisterin" der Erforschung ekstatischer Zustände.

Ekstase - "das Heraustreten", Aussersichsein, Verzückung, Entrückung, Rauschzustand, Gefühl der Vollendung . Ekstasis - "nackt ausser sich stehen" - ein veränderter Bewusstseinszustand, in dem das alltägliche Bewusstsein abgestreift wird und sich der Wesenskern, das Selbst, vereinigt mit dem Ursprung allen Seins.
SchamanInnen aller Zeiten und Kulturen gehörten und gehören zu den Virtuosen dieser Kunst, sich in den Zustand der Ekstase zu versetzen. Vielfältig sind die Zugänge zur Ekstase.

Felicitas Goodman - Linguistikerin, Kulturanthropologin - hat einen dieser Zugänge wiederentdeckt und erforscht: die rituellen Körperhaltungen, die mit rhythmischer Anregung in den Zustand der ekstatischen Trance führen, zum visionären Erleben, in die Räume der nicht-alltäglichen Wirklichkeiten.
In der angenehmen Bescheidenheit derer, die wissen, verweist sie immer wieder darauf, das sie keine Schamanin ist. Sie hat lediglich den Schlüssel für eines von vielen Toren zum Betreten der "anderen" Wirklichkeiten wiedergefunden . Ein Tor, von dessen Existenz die Menschen seit mindestens 30.000 Jahren wissen.

Höhlenzeichnungen und Statuetten aus vielen Jahrtausenden zeugen in fast allen Kulturen von dem Wissen über die Wirkung ritueller Körperhaltungen . Und das verblüffende ist, das diese Technik aus dem Kontext schamanischer Weltanschauung auch heute noch wirkt - obwohl unsere westliche Lebensform Jahrtausende weit entfernt ist vom Leben in vom schamanischen Denken bestimmten Gemeinschaften.

So mutig wie es Ende der 70iger Jahre für sie als Professorin der Denison University in Ohio war, ihre Studenten zum Erleben der Ekstase aufzufordern, zum Erleben von Verwandlungen in Tiere und Pflanzen, von Flügen über die Welt bis in das All hinein, von Farbräuschen und Klangorgien - so mutig ist sie bis zu ihrem Übergang geblieben, immer wieder mit viel Humor die Grenzen zwischen der rational ausgerichteten Wissenschaft und der spirituellen Welt zu überschreiten.

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Dass ein Erleben der ekstatischen Trance gesund ist, die eigenen Heilenergien mobilisiert, davon überzeugen nicht nur die neuesten Messungen von Blutwerten und Gehirnströmen, dazu reichte es, Felicitas Goodman zu erleben. Mit verschmitztem Lächeln sagte sie einfach: Trance ist gesund. Und so rasselte sie im Rhytmus von 210 bpm in der kargen Schönheit der Wüste New Mexicos, in der ihr Cuyamungue-Institut seinen Sitz hat, für die trancehungrigen "Zwischen-den Welten-Wanderern".
Jeder willentlich herbeigeführte Besuch der "anderen Wirklichkeiten" erneuert den Informations- und Energiefluss im Netz der Lebensenergien aller Welten, unabhängig von Zeit und Raum. Damit treten wir in einen Austausch, der dazu beiträgt, nicht nur unsere Welt in der Harmonie zu halten. Das wusste Felicitas, und das lebte und lehrte sie.

In Ungarn geboren, in Rumänien und Deutschland gelebt, in den USA zu Hause, war ihr äusserlicher Lebensweg bestimmt vom Leben in vielen verschiedenen Welten. Ihr innerlicher Lebensweg hat sie über das ekstatische Erleben in der Trance zu einer bewussten Wanderin in den Welten des Bewusstseins werden lassen. "Ich empfinde mich als Brücke zwischen den Dimensionen des menschlichen Bewusstseins. Ich sehe keinen Gegensatz zwischen mir als Wissenschaftlerin und mir als Reisende in anderen Bewusstseinszuständen", sagte Felicitas Goodman, Ekstatikerin aus Überzeugung und Leidenschaft.